Veranstaltung
Neuer Weg nach nur kurzer Bauzeit in Wolframs-Eschenbach eingeweiht

Das Bild zeigt mehrere Menschen auf einem neuen Asphaltweg in Wolframs-Eschenbach. Sie sind kurz davor, das Band mit einer Schere durchschneiden, um den Kernweg einzuweihen.Zoombild vorhanden

Amt für Ländliche Entwicklung Mittelfranken

(30.07.2025) Wolframs-Eschenbach, Landkreis Ansbach – Nach nur zweieinhalb Monaten Bauzeit rollen die Traktoren, Fahrräder oder Kinderwägen wieder über einen neu asphaltierten Kernweg von Wolframs-Eschenbach aus in Richtung des Merkendorfer Ortsteils Bammersdorf. Der Weg habe allerdings eine längere Vorgeschichte, wie Wolframs-Eschenbachs stellvertretender Bürgermeister Johann Schlackl bei der Einweihung im Bürgersaal feststellte. Mitte 2017 habe die Erstellung des sogenannten Kernwege-Konzepts begonnen, doch dann kam Corona und die Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern zogen sich in die Länge. „Da war viel diplomatisches Geschick erforderlich“, zog Johann Schlackl Bilanz. „Was lange währt, wird endlich gut.“

Beim offiziellen Band durchschneiden auf dem Kernweg mischte sich auch eine Delegation aus Malaysia unter die Gäste. Sie waren an dem Tag zufällig unter der Leitung von Prof. Dr. Walter Timo de Vries von der Technischen Hochschule München und Prof. Dr. Jennifer Gerend von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf auf Exkursion in Wolframs-Eschenbach. Neben dem Weg in Wolframs-Eschenbach ist noch ein weiterer Weg fertiggestellt, der zum Teil auf dem Gemeindegebiet von Mitteleschenbach liegt. Die beiden neuausgebauten Wege haben eine Länge von über einem Kilometer und eine Asphaltdecke. Mit einer Gesamttragfähigkeit von 40 Tonnen entsprechen sie den Anforderungen an die moderne Landwirtschaft. Über den Verband für Ländliche Entwicklung Mittelfranken erfolgt die Abwicklung der Baumaßnahmen der Teilnehmergemeinschaft. Bei der kleinen Feierstunde waren auch Ruben Henninger und Jürgen Hacker vom Verband dabei. Die Gesamtkosten für beide Wege belaufen sich auf 400.000 Euro, vom Amt für Ländliche Entwicklung Mittelfranken kommt ein Zuschuss über 340.000 Euro. Wolfgang Neukirchner, Leiter des Amts für Ländliche Entwicklung Mittelfranken (ALE), sprach von einem „Rundum-Sorglos-Paket“, das die Ländliche Entwicklung mit den Institutionen Teilnehmergemeinschaft, Amt und Verband biete. Dies reiche unter anderem von der Bürgerbeteiligung, der Planung aller Phasen, Baufreigaben, Ausschreibung, Bauausführung und Bauleitung, Bezahlung der Rechnungen einschließlich der Vorfinanzierung bis zur Bearbeitung der notwendigen Bodenordnung mit Abmarkung und Vermessung sowie dem Vollzug in Kataster und Grundbuch, so Wolfgang Neukirchner.

Das Bild zeigt mehrere Menschen auf einem neuen Asphaltweg in Wolframs-Eschenbach. Sie haben das Band durchschnitten, um den Kernweg einzuweihen.Zoombild vorhanden

Amt für Ländliche Entwicklung Mittelfranken

Kein Geld mehr für Kernwege
Einen Wermutstropfen gebe es allerdings, stellte der Leiter des Amts für Ländliche Entwicklung Mittelfranken, fest. Wegen knapper Kassen bezuschusse die Behörde in Zukunft keine Kernwege mehr, die nicht bereits genehmigt oder im Arbeitsprogramm des ALE aufgenommen sind. „Auf Grund der immensen Preissteigerungen bei bisher gleichbleibender Mittelausstattung ist Sparen das Gebot der Stunde“, sagte der Amtsleiter. Er empfahl Kommunen, sich für die neue Runde im Herbst um Finanzmittel aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) zu bewerben. Christoph Kalender, Vorstandsvorsitzender der Teilnehmergemeinschaft Altmühl-Mönchswald-Region, freute sich über die kurze Bauzeit der beiden Wege: „Wir haben richtig Vollgas gegeben“, stellte er fest. Als Ausgleichsmaßnahme für die beiden Wege ist unter anderem geplant, auf einem Flurstück in Selgenstadt einen Graben aufzuweiten und eine Hecke anzupflanzen. Im kommenden Jahr steht dann ein weiterer Kernweg innerhalb des Allianzgebiets an: und zwar ein Weg im Weidenbacher Ortsteil Nehdorf, warf Christoph Kalender den Blick voraus.