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Dorferneuerung
Millimeterarbeit im Untergrund: Entenbergs Dorferneuerung startet „Am Stallanger“

Das Bild zeigt die Straße Am Stallanger in Entenberg. Mehrere Menschen schauen sich eine Karte mit den Plänen für die Dorferneuerung an.Zoombild vorhanden

Foto: Amt für Ländliche Entwicklung Mittelfranken

(24.04.2026) Leinburg, Landkreis Nürnberger Land – Das lange Warten in Entenberg hat ein Ende: Mit dem offiziellen Start der umfassenden Dorferneuerung im Leinburger Ortsteil sind die ersten Baumaschinen angerückt. Den Auftakt bildet die Straße „Am Stallanger“ – ein Abschnitt, der Planern und Baufirmen aufgrund seiner extremen Enge und der komplexen Technik im Untergrund alles abverlangt. In enger Partnerschaft mit dem Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Mittelfranken verfolgt die Gemeinde das Ziel, das Ortsbild langfristig aufzuwerten und fit für die Zukunft zu machen.

Bevor die Dorferneuerung an der Oberfläche Gestalt annimmt, investiert die Gemeinde Leinburg massiv in die unsichtbare Infrastruktur. Seit Mitte März laufen die Vorarbeiten auf Hochtouren: Die Arbeiter erneuern den bestehenden Mischwasserkanal von Grund auf. Ein Kernpunkt dieser Maßnahmen betrifft den Hochwasserschutz. Damit der Ortsteil Starkregenereignissen künftig etwas besser trotzt, vergrößert die Gemeinde den Durchflussquerschnitt des Haidelbachs. Statt der alten Verrohrung leiten hochbelastbare Glasfaser-Kunststoffrohre mit einem Durchmesser von 800 Millimetern das Wasser ab – teilweise tiefer im Boden verlegt als bisher.

In der Straße Am Stallanger in Entenberg haben die Tierbauarbeiten begonnen – das Bild zeigt einen großen Bagger.Zoombild vorhanden

Foto: Amt für Ländliche Entwicklung Mittelfranken

Sobald diese aufwendigen Kanal- und Gewässerarbeiten im Kasten sind, folgt ab Anfang Juli das sichtbare Finale: der eigentliche Straßenbau. Die vom ALE Mittelfranken geförderte Maßnahme wertet den öffentlichen Raum trotz der beengten Verhältnisse – die Baufeldbreite schrumpft teilweise auf viereinhalb Meter – spürbar auf. Die Straße erhält eine durchgängige Asphaltfahrbahn von dreieinhalb Metern Breite. Ein Linienpflaster grenzt die Verkehrsfläche optisch sauber von den privaten Zufahrten ab. Wo immer es der Platz erlaubt, entsiegelt die Gemeinde Randbereiche, um Raum für neues Grün zu schaffen. Bei einem Vor-Ort-Termin machte sich der Vorstand der Teilnehmergemeinschaft ein Bild vom Baufortschritt. „Wir sind alle sehr froh, dass die Maßnahmen jetzt gestartet sind“, stellte Vorstandsvorsitzender Thomas Himml vom Amt für Ländliche Entwicklung Mittelfranken fest.
Schmale Gasse Am Stallanger in Entenberg: Die beengten Platzverhältnisse zeigen, warum eine Vollsperrung nötig ist. Zoombild vorhanden

Foto: Amt für Ländliche Entwicklung Mittelfranken

Für die Anwohner bedeuten die Arbeiten zunächst eine Geduldsprobe. Da der schmale Straßenraum keinen Platz für schwere Geräte neben dem fließenden Verkehr bietet, bleibt die Straße während der gesamten Bauzeit meist voll gesperrt. Damit die Anlieger ihre Grundstücke dennoch erreichen, dient ein eigens aufgeschotterter Feldweg als Umleitung. Mit dem geplanten Abschluss „Am Stallanger“ noch in diesem Jahr setzt die Dorferneuerung einen ersten Meilenstein. In den kommenden Jahren folgen die weiteren Etappen, darunter die Umgestaltung des Dorfplatzes sowie der Ausbau der Buchenbergstraße, bis die Dorferneuerung voraussichtlich im Jahr 2029 auf die Zielgerade abbiegt.