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Foto: Amt für Ländliche Entwicklung Mittelfranken
(24.06.2026) Höchstadt an der Aisch, Landkreis Erlangen-Höchstadt – Hinter den Beteiligten liegt eine straff organisierte, rund 36 Hektar große Waldneuordnung. Der Startschuss fiel Ende 2024 mit einer Aufklärungsversammlung im Feuerwehrgerätehaus im Höchstadter Ortsteil Etzelskirchen, gefolgt von der offiziellen Verfahrensanordnung im Februar 2025 durch das Amt für Ländliche Entwicklung Mittelfranken. Das Herzstück der Waldneuordnung: Eine komplette Neuvermessung des gesamten Gebiets und die rechtliche Auflösung des alten Waldverbandes.
Auf Basis eines Gutachtens des Forstsachverständigen Andreas Regehr wurden verzwickte Eigentumsrechte entwirrt. Mitglieder der Waldkorporation nutzten die Chance, durch Verzicht oder die gezielte Übernahme von Anteilen klare Verhältnisse für ihren eigenen Besitz zu schaffen. Voraussichtlich Anfang August folgt der Eintrag ins Grundbuch, danach steht noch der finanzielle Abschluss der Waldneuordnung auf dem Programm.
Ein Wald braucht Pflege – und dafür braucht es Wege. Dank der Waldneuordnung ist nun jedes einzelne Grundstück über beschränkt öffentliche Wege optimal erschlossen. Das Team vor Ort schaffte neue Waldzufahrten und machte ein ehemals unbefahrbares, sanierungsbedürftiges Wegstück wieder fit für schweres Gerät. Bereits seit Sommer 2025 nutzen die Teilnehmer ihre neu geordneten Flächen.
„Ein solches Verfahren gelingt nur, wenn alle an einem Strang ziehen“, betont Projektleiter Werner Tischner vom Amt für Ländliche Entwicklung Mittelfranken. Gemeinsam mit seinem Stellvertreter Matthias Albrecht steuerte er das Projekt, Jochen Schmeißer führte die komplette Neuvermessung durch. Vor Ort hielten die Vorstände des Waldverbandes, Manfred Litz und Wilhelm Lechner, als direkte Bindeglieder zu den Waldbesitzern die Fäden in der Hand. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Ein zukunftsfähiger Wirtschaftswald mit klaren Grenzen und modernen Wegen.