Veranstaltung
ALE Mittelfranken, Oberfranken und Oberpfalz ziehen nach der Consumenta in Nürnberg positive Bilanz

(14.11.2025) Stadt Nürnberg – Die Macher der beliebten Verbrauchermesse Consumenta haben eine positive Bilanz gezogen: Nach neun Messetagen zählten die Veranstalter, die Nürnberg Messe GmbH, rund 123.000 Besucherinnen und Besucher in den Hallen. Die viele Kundschaft sorgte unter den knapp 1000 Ausstellern für gute Stimmung. Es war die 71. Auflage der Consumenta, die Plattform für die regionale Wirtschaft und Treffpunkt der Metropolregion ist.

Die Consumenta überzeugt Jahr für Jahr auf dem Messegelände mit ihrem vielfältigen Angebot rund um die Themen Bauen und Wohnen, Küche und Haushalt, Mode und Gesundheit sowie Technik, Spiel und Genuss. Viele Besucher schätzen an der Messe vor allem den persönlichen Kontakt und die Möglichkeit, Produkte auch mal auszuprobieren. Beliebter Treffpunkt sind die Angebote unter dem Motto „Aus der Region – für die Region“, die erstmals in der Tageslicht Halle 4A platziert waren und dort ideal zur Geltung kamen. Mit dabei waren zum zweiten Mal die Ämter für Ländliche Entwicklung aus Mittelfranken, Oberfranken und der Oberpfalz. An den Messetagen hatten die Behörden abwechselnd jeweils starke Partner an der Seite, die fachliche und finanzielle Unterstützung durch die Ländliche Entwicklung bekommen haben. Ergebnisse der Besucherbefragung zeigen, dass neben der regionalen Halle die Bereiche Küche und Haushaltstrends sowie die Heimtier Messe die Besuchermagneten der Messe waren. Neu in diesem Jahr war das Consumenta-Online-Ticket, das es den Besucherinnen und Besuchern ermöglichte, kostenfrei das Angebot des Verkehrsverbunds Großraum Nürnberg zu nutzen.

Am Eröffnungstag, der in diesem Jahr auf den Feiertag Allerheiligen fiel, waren auch die drei Leiter der Ämter für Ländliche Entwicklung vor Ort: Wolfgang Neukirchner aus Mittelfranken, Lothar Winkler aus Oberfranken und Kurt Hillinger aus der Oberpfalz kamen zur offiziellen Eröffnung um zehn Uhr – zeitglich öffneten sich die Eingänge und Tausende Besucher strömten in die Hallen. Am Stand selbst war HeimatUnternehmer Denk- und Macherei aus dem oberpfälzischen Störnstein. Der Betrieb erforscht und vermittelt Wissen rund um regeneratives Bauen mit Schwerpunkt auf bioregionalen Baustoffen. Die Brauerei Molter aus Irchenrieth verwöhnte die Besucher mit frisch gezapftem Bier und verkaufte ihre Produkte. Lino Molter und sein Vater kümmern sich im heimischen Irchenrieth um die Brauerei, Mutter und Bruder rösten Kaffee. Die Molters: eine Familie, die dem ältesten Anwesen des Ortes neues Leben einhaucht.

Inspirationen für den nächsten Kurzurlaub
Am Tag darauf hatte das Amt für Ländliche Entwicklung Mittelfranken die Integrierte Ländliche Entwicklung Altmühlland A6 und das Pinsel- und Bürstenmuseum Bechhofen zu Gast. Pinsel und Bürsten gehören zu den ältesten Handwerksgeräten. Das Deutsche Pinsel- und Bürstenmuseum zeigt seit Mitte der 1980er Jahre mit mittlerweile mehr als 3000 Ausstellungsstücken die Vielfalt und Geschichte des Handwerks. „Gesundheit hoch vier – die Integrierte Ländliche Entwicklung Gesundes Fichtelgebirge“ war der dritte Messetag überschrieben, den das Amt für Ländliche Entwicklung Oberfranken bespielte. Bad Alexandersbad, Bad Berneck, Bischofsgrün und Weißenstadt arbeiten im Rahmen der Integrierten Ländlichen Entwicklung auf regionaler Ebene seit 2019 zusammen. Besucher und Besucherinnen hatten die Möglichkeit Inspirationen für den nächsten Urlaub im Gesunden Fichtelgebirge zu sammeln und sich über die aktuellen Projekte und (gesundheits-)touristischen Angebote zu informieren. Im vergangenen Jahr gab es für die Marktgemeinde Heidenheim den Staatspreis „Land.Dorf.Zukunft“ für die Dorferneuerung. Zusammen mit den Klosterbetrieben Heidenheim informierten die beiden Aussteller aus Mittelfranken über ihre Angebote für Urlauber, Tagungsgäste, Pilger oder Erholungssuchende.

Das Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz hatte am fünften Messetag drei HeimatUnternehmen am Stand – Andreas Götz baut zusammen mit seiner Frau ein altersgerechtes Haus in Thannhausen bei Neumarkt aus Lehm, Holz und Stroh. Der Kräuterhof Erdenkraft in Waidhaus steht für Natur- und Kräuterkunde, Spiritualität und Persönlichkeitsentwicklung. Auf dem Hof produziert der Betrieb Auraessenzen und bietet Produkte wie Sprays und Räuchermischungen an. Außerdem waren Vertreter des Geschichtsparks Bärnau-Tachov zu Gast. Der Park ist mit rund 30 rekonstruierten Gebäuden aus dem Mittelalter das größte Museum seiner Art im deutschsprachigen Raum.
Leckere, regionale Äpfel frisch vom Baum
Die Integrierte Ländliche Entwicklung Frankenpfalz im Fichtelgebirge war für Oberfranken zu Gast auf der Consumenta. Dahinterstecken die Gemeinden Weidenberg, Seybothenreuth, Kirchenpingarten, Emtmannsberg und Speichersdorf. Aufgrund der Lage zwischen dem Fichtelgebirge und der Fränkischen Schweiz ist die Region noch ein Geheimtipp. Verwunschene Dörfer, historische Bauten, geologische Besonderheiten und eine kleinteilige Landschaft mit Flusstälern und Aussichtspunkten kennzeichnen die Region am Südrand des Fichtelgebirges. Nicht weniger reizvoll ist die Landschaft im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim. Angereist zur Verbrauchermesse kamen die drei kommunalen Allianzen Aurach-Zenn, A7 Franken West sowie NeuStadt und Land. Zusammen informierten sie über ihr breites Angebot für Einheimische, Tagesausflügler und Urlauber.

Der vorletzte Messetag war wieder fest in der Hand von HeimatUnternehmen aus der Oberpfalz: Stickwerk by Lionstag aus Postbauer-Heng, Bleimer Schloss Wein & Sekt aus Greding, Dos Estaciones - Cacao & Chocolate aus Beilngries und Gedrechselte Unikate aus Parkstein zeigten den Besucherinnen und Besuchern ihre vielfältige Produktpalette, die von feinster Weihnachtsschokolade über Spritziges und veredelte Textilien bis zu handgedrechselten Stiften reichte. Der letzte Messetag hatte sich „Streuobst für alle!“ auf die Fahnen geschrieben. Das Amt für Ländliche Entwicklung Mittelfranken informierte über die Förderinitiative und verteilte Äpfel und Birnen aus der Region rund um das Streuobstparadies Burgbernheim. Was für ein leckerer und gesunder Happen nach neun Tagen Messegeschehen.
Die nächste Consumenta findet vom 31. Oktober bis 8. November im kommenden Jahr in der Messe Nürnberg statt. Auch dann kommt die Consumenta nicht allein daher: Heimtier Messe, RETRO CLASSICS BAVARIA und das Tuning-Event Car & Style begleiten die Consumenta. Die Erfindermesse iENA und die Kreativ- und Technikmesse „Hack & Make“ finden vom 31. Oktober bis 2. November parallel zur Consumenta statt.

Fotos: Amt für Ländliche Entwicklung Mittelfranken, Abdruck honorarfrei