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(24.06.2026) Markt Taschendorf, Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim – Von 105 auf 46 Parzellen: Sechs Waldbesitzer machen gemeinsam mit dem Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Mittelfranken den Weg frei für eine moderne und effiziente Forstwirtschaft in Hombeer.
Wer im Wald rund um den Ortsteil arbeitete, stieß bisher schnell an Grenzen. Der Grund reicht rund 100 Jahre zurück: Damals teilten die Dorfbewohner die alten Gemeinschaftswälder auf. Das Ergebnis war ein riesiger Flickenteppich aus kleinen, verstreuten Grundstücken. Das Waldgebiet im Norden und Süden von Hombeer ist insgesamt rund 300 Hektar groß. Der vitale Wirtschaftswald setzt sich vor allem aus Fichten, Kiefern und Buchen zusammen – und aus vereinzelten Eichen. Obwohl gute Schotterwege durch das Holz führen, kämpften vor allem größere Waldbesitzer mit der Zersplitterung ihres Eigentums. Durch den erfolgreich abgeschlossenen „Freiwilligen Landtausch“ schrumpft die Zahl der Waldparzellen auf der 185 Hektar großen Fläche um mehr als die Hälfte.
Beim Pressegespräch blickten die Beteiligten vor Ort im Wald sowie beim anschließenden Austausch auf dem Krafft Steigerwaldhof in Hombeer auf ein echtes Erfolgsprojekt zurück. Das Motto der privaten Waldbesitzer und Waldgenossen Hombeer lautete von Anfang an: freiwillig, schnell und kostengünstig. Den Stein ins Rollen brachten die Waldgenossen selbst. Mit Lorenz Röder als Ideengeber baten sie das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Mittelfranken um Unterstützung bei einer Neuordnung. Nach ersten Informationsabenden kristallisierte sich rasch ein harter Kern von sechs engagierten Waldeigentümern heraus, die das Projekt anpackten.
Tauschhelfer Manfred Groll, den die Waldgenossen mit der Begleitung des Verfahrens und der Moderation der Verhandlungen beauftragt hatten, erinnerte sich beim Pressetermin an das erste entscheidende Treffen Ende November 2022. Damals lief er mit den Waldbesitzern den gesamten Wald ab – ein erstes Konzept stand da bereits. Groll hob die Einzigartigkeit des Projekts hervor: „Sie hatten durch das erstellte Konzept die Karten von Anfang an selbst in der Hand. Der Freiwillige Landtausch ist schlichtweg das ‚bürgerfreundlichste‘ Flurneuordnungsverfahren.“ Im Juli 2023 ordnete das ALE Mittelfranken den Freiwilligen Landtausch offiziell an. Als faire Grundlage für alle Beteiligten bewertete eine Forstsachverständige den genauen Wert der Bäume und Böden. Kleinere Wertunterschiede glichen die Tauschpartner unkompliziert mit Geld aus. Bereits im Februar 2025 trat der neue Zustand offiziell in Kraft.